Herbert J. Bartkowski

Großer Andrang an Museumstag

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Mai 212017
 

Beim heutigen internationalen Museumstag fanden sich viele interessierte Besucher ein die von der Kultur, den Bräuchen oder den Funden im Keltenkeller erfahren wollten.


Einschneidiges Hiebschwert restauriert zurück…

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Apr 182017
 

Was am 21. Januar 2016 auf dem Dünsberg aus dem Boden ragte, war wirklich außergewöhnlich. Nach einem Wintersturm fand man eine alte, korrodierte und zerbrochene Klinge eines Hiebschwertes von eindeutig germanischer Herkunft und Machart. 

Aber was sucht ein germanisches Schwert auf einem keltischen Siedlungsort? Diese Frage stellte sich im vergangenen Jahr Dr. Claudia Nickel, unsere Vorsitzende. Zwar gab es durchaus Handels- und auch Wanderwege zwischen den Germanen und den Kelten, aber Schwerter wurden dabei normalerweise nicht gehandelt. »Die Kelten konnten mit den einschneidigen Hiebschwertern der Germanen nichts anfangen«, erklärt Claudia Nickel. Andersherum war es übrigens genauso: Einige Funde belegen, dass die Germanen sogar die zweischneidigen keltischen Schwerter veränderten, um sie wie ihre Waffen zu benutzen. Die wahrscheinlichste Herkunftsgeschichte ist wohl, dass die Klinge zu römischer Zeit, vermutlich im ersten Jahrhundert vor Christus, mit einem germanischen Söldner auf den Dünsberg gelangte. Dort sei die Waffe dann erbeutet und nach keltischer Art rituell geopfert worden – denn die Kelten auf dem Dünsberg bestatteten Tote nicht mit Waffen in den Gräbern.
Doch als das rund 80 Zentimeter lange Schwert gefunden wurde, war es von einer festen Erdschicht umgeben, die sich mit dem korrodierten Metall verbunden hatte. Zwei Monate lang restaurierte Daniel Usher es im Römisch-Germanischen Museum in Köln, bevor es nun seinen Bestimmungsort unseren „KeltenKeller“ finden konnte – ein wirklich tolles Geschenk zum zehnten Jubiläum.

Einschneidiges Hiebschwert

Einschneidiges Hiebschwert vom Dünsberg

Jährliche Spendenübergabe 2016

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Dez 232016
 

Volksbank Mittelhessen fördert regionale Vereine und Initiativen mit 680.800 Euro 984 gemeinnützige Vereine erhielten 2016 eine Förderung.

Im Jahr 2016 unterstützte die Volksbank Mittelhessen genau 984 regionale gemeinnützige Organisationen mit insgesamt 680.800 Euro aus Mitteln des VR-Gewinnsparens. Am 12.12.2016 begrüßten wir 140 Vertreter ausgewählter Vereine in das Forum zur symbolischen Spendenübergabe. Dr. Lars Witteck, Generalbevollmächtigter der Volksbank Mittelhessen, dankte allen Anwesenden für deren vorbildliches ehrenamtliches Engagement. Denn durch den persönlichen Einsatz eines jeden Aktiven entstehe in Mittelhessen ein attraktives Vereinsleben.

spenden2016

Baumwurzeln wurden untersucht

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Okt 242016
 

Auch in diesem Jahr haben wir am Freitag und Samstag, ab 9.00 Uhr wieder die Baumwurzeln im Bereich des Dünsbergs nach Funden untersucht. Das Wetter hatte leider kein Einsehen mit den 17 freiwilligen Helfern. Kälte, Regen, Wind und die Wurzeln sorgten für ein anstrengendes Wochenende. Doch der guten Laune die herrschte, tat dies zum Glück keinen Abbruch. Gelegentliche Pausen oder ein kleiner „Tratsch“ mit dem Nachbar, sorgten für Kurzweil. Unsere Archäologin Dr. Regine Müller war natürlich auch vor Ort, sowie Arnold Czarski, als Mann für alle Fragen bezüglich Wer? Wo? Wie? Oder Was???? ?. 

Geschichtsverein Lahnau e. V. stellt sich vor

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Sep 202016
 

Der Verein wurde 1977 durch Frau Hedwig Schmidt als Initiatorin mit dem Namen „Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Lahntal e.V.“ gegründet. In den Folgejahren wurde der Anhang „Lahntal“ in „Lahnau“ geändert, da durch regionale Neuordnungen nun eine eindeutige regionale Zuordnung erfolgen kann.
Im Jahr 2015 beschloss die Mitgliederversammlung, den Verein in den heutigen Namen umzubenennen. Mit einem zukunftsorientierten Vereinsnamen und ansprechenden Ideen möchte der Vorstand aktive Mitglieder gewinnen und den Verein weiter in die Zukunft führen………

Tags des offenen Denkmals

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Aug 302016
 

Das Bauernhausmuseum Hof Haina öffnet am 11.09.16 von 12.00 bis 17.00 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Verein für Archäologie im Gleiberger Land e.V. anlässlich des Tags des offenen Denkmals seine Pforten.

„Zusammen sind wir weniger alleine – gemeinsam Denkmäler erhalten“, so lautet in diesem Jahr das Motto der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Dieser Anlass ist Grund genug, um unser Bauernhausmuseum Hof Haina an diesem Tag zu öffnen und Ihnen Einblicke in die Vergangenheit zu gewähren. Unterstützt werden wir von dem „Verein für Archäologie im Gleiberger Land e.V.“, der an diesem Tag auf unserem Hof Erkenntnisse in die noch fernere Vergangenheit präsentiert.

Das Bauernhausmuseum ist mit Haus und Hof, Kammern und Stuben ein wohlgeordneter Sammelplatz heimischer bäuerlicher Kultur vergangener Jahrhunderte. Hier haben alte Möbel, längst vergessene Erntegeräte und Küchengeräte des Bauernhauses, Spinnrad und Webstuhl und viele andere alte Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände des Landmanns und der Bauersfrau ihre Heimstatt gefunden.

Der „Verein für Archäologie im Gleiberger Land e.V.“ wird Ihnen an diesem Tag die neuesten Funde vom Dünsberg präsentieren und Ihnen über die diesjährigen Grabungen berichten. Es werden auch verschiedene Schmuckrepliken und Literatur zum Kauf angeboten.

Da die Zufahrt nach Hof Haina z. Zt. durch Bauarbeiten behindert ist und es ohnehin recht wenige Parkplätze gibt, bitten wir Sie, den Firmenparkplatz bei der Firma BSU, Ortsausgang
Bieber Richtung Waldgirmes, zu benutzen.

Parkplatz bei b.s.u. biebertal

Parkplatz bei b.s.u. biebertal Quelle: Google Maps

„Windmühlen“ und Historie – für Verein ein Unding

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Mrz 232016
 

ARCHÄOLOGIE Gute Kooperation und Zusammenarbeit mit Hessenforst / Grabungssaison vom 18. Juli bis zum 12. August

JHV 2016FELLINGSHAUSEN – (mf). Peter Moos war ein Freund und Förderer des Vereins für Archäologie im Gleiberger Land. Als Revierbeamter ist das nicht unbedingt selbstverständlich, denn die Interessen zwischen den Archäologen und dem Forst- und Beförsterungsbetrieb von Hessenforst sind nicht immer deckungsgleich. Im vergangenen Jahr verstarb er – nun wurde in der Jahreshauptversammlung des Vereins für Archäologie im Gleiberger Land an ihn erinnert. Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender Arnold Czarski sagte, Moos habe viel für die Archäologie getan. Auch seine Nachfolgerin, Försterin Ulrike Henrich, sei eine verlässliche Ansprechpartnerin mit offenem Ohr für die Archäologiebelange und Hessenforst den Archäologen gewogen.

Nicht ganz so entspannt ist das Verhältnis des Vereins zum Thema „Windkrafträder“. Die Frage hiernach ließ eine Diskussion in der Versammlung entstehen. Der geplante Bau der „Windmühlen“ im Waldgebiet „Helfholz“ sei für ihn, so der Vorsitzende, mit einem weinenden und einem lachenden Auge zu betrachten. Es handelt sich um einen Privatwald eines Industriellen aus dem Ruhrgebiet. Am vorgesehenen Standort der Anlagen sind keltische Grabanlagen ebenso nachgewiesen wie mittelalterliche Wüstungen, alte Handelswege und Hügelgräber. Wenn es zum Bau der Windkraftanlagen komme, würden 3000 Jahre Geschichte verschwinden. Die Chance, dass man hier zuvor die Erlaubnis zur Bergung und Dokumentation der Boden- und Kulturdenkmäler bekommt, sieht auch die Archäologin, Dr. Regine Müller, nüchtern und damit eher als gering an. Zumal man mit den eingeschränkten Möglichkeiten und Personal wahrscheinlich in der Kürze der zugestandenen Zeit die Arbeit nicht vollenden und ohne Zustimmung des Amtes ohnehin nicht agieren könne. Unter den Mitgliedern regte sich der Vorschlag, doch zumindest mit einer Resolution ein Zeichen zu setzen und mit Blick auf die Tatsache, dass schließlich im „Helfholz“ auch Schwarzstorch, Uhu und Fledermaus vorkämen, würde sich sogar ein Schulterschluss mit dem Bund anbieten. Für den Archäologieverein ist zudem die Entscheidung des Regierungspräsidiums Gießen fraglich, dass der Dünsberg kein Alleinstellungsmerkmal habe und von daher seien Einwände gegen Windkraftanlagen nicht beachtenswert. Als fraglich sieht man auch das Gutachten, dass der Standort durch ausreichend Windkraft ökonomisch betrieben werden könne. In ihrem Geschäftsbericht hatte die Vorsitzende, Dr. Claudia Nickel, noch einmal die Ereignisse des zurückliegenden Jahres im Blick. 2015 war geprägt von den besonderen Veranstaltungen aus Anlass des 10-jährigen Vereinsbestehens. Die Landrätin hatte eine Fundpatenschaft übernommen und dem Museum „Keltenkeller“ konnten Raubgräberfunde übergeben werden. Das Fernsehen interessierte sich für den Verein und das Museum und Schulklassen waren zu Gast, denen die Archäologie spannend erklärt werden konnte. 24 Mal war das Museum geöffnet, es gab 35 Sonderführungen und 16 Exkursionen am Dünsberg. Zu Gast waren auch ausländische Studierende. Ein voller Erfolg waren wieder die Grabungstage und was da alles so zutage gefördert werden konnte, konnte teilweise während der Jahreshauptversammlung bestaunt werden. Darunter ein germanisches Hiebschwert, welches Rätsel aufgibt, da der hiesige Fundort untypisch ist. Solche Waffen seien eher weiter nördlich zu finden, erläuterte die Archäologin. Es wird auf jeden Fall nach seiner Restauration den Fundus des Gleibergerland-Archäologieverein bereichern. Die Grabungssaison in diesem Jahr ist vom 18. Juli bis 12. August.

Quelle: Giessener Anzeiger, Foto: Mattern

Hohe Erwartungen an Dünsberg-Grabungen

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Mrz 232016
 
JHV AGL 2016

v.l.: Dr. Claudia Nickel, Arnold Czarski und Dr. Regine Müller

FELLINGSHAUSEN – (mf). „Wo stehen wir – wo wollen wir hin?“, fragte Dr. Regine Müller beim Verein für Archäologie im Gleiberger Land. Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung (der Anzeiger berichtete) beschäftigte sich die Archäologin in ihrem Vortrag mit dem Thema „Neue Forschungsergebnisse vom keltischen Dünsberg bis zur mittelalterlichen Burg Vetzberg“. Beide sind, wie auch der Gleiberg, bekannte und weithin sichtbare Landmarken, die ein hochinteressantes Betätigungsfeld für die archäologische Forschungsarbeit darstellen. Besonders der Dünsberg hat durch diese Wissenschaft seinen Bekanntheitsgrad in den vergangenen Jahrzehnten ausbauen können. Nachdem 1999 für fünf Jahre unter der Regie der Römisch-Germanischen-Kommission wieder Grabungen stattfanden, erwuchs nach einem Grabungsstop hieraus der Archäologieverein, der diese Arbeiten mit viel und vor allem ehrenamtlichen Engagement fortführt. Die Erwartungen an den 500 Meter hohen Berg sind weiterhin hoch: Grabfelder, Hohlwege, Grenzgräben, mittelalterliche Wüstungen und Hügelgräber sind heute noch mehr oder weniger sichtbare Zeichen frühgeschichtlichen Lebens. Erst 1,2 Prozent der Fläche, die es zu untersuchen lohnt, wurden bislang in der jährlichen Saison durchforstet, erklärte Müller. Die Wallanlagen des Dünsbergs sind prägend als einstige Befestigung des Oppidums und wurden zum Teil unter Leitung von Dr. Claudia Nickel, der Vorsitzenden des Vereins für Archäologie, untersucht. Auch sogenannte Importfunde lassen Rückschlüsse auf Handel zu. Bei der Wasserversorgung war in erster Linie nach Darstellung der Expertin der Schulborn eine ergiebige Quelle, an der bei Funden Dentrodaten erhoben werden konnten, die auf eine Hochphase der Besiedelung in der Spätlatenezeit hindeuteten und sich damit mit den anderen Fundergebnissen und Auswertungen decken. Um den Dünsberg seien fünf Bestattungsfelder bekannt – seit 2008 konzentrieren sich die Grabungen des Archäologievereins auf einen Teil dieser Gräberfelder. Als eine immer noch vorhandene, massive Bedrohung bezeichnete Regine Müller die Raubgrabungen. Forstarbeiten, Windbruch und Wildschweine seien weitere Gefährdungspotenziale für die Archäologie am Dünsberg. In der Überleitung zu den Ausblicken sprach die Referentin am Beispiel von Schleuderbleien einen interessanten Aspekt der Fundanalyse an. Bei den Vergleichen der Materialzusammensetzung dieser Funde lassen sich aufgrund bekannter Rohstoffvorkommen Rückschlüsse auf die Lagerstätten ziehen. Bei diesen Untersuchungen spricht man von Bleiisotopenanalytik.

Quelle: Giessener Anzeiger, Foto: Mattern